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Badische Zeitung

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Bilder am Nachthimmel spiegeln Händels Musik – Ein Feuerwerk begleitet heute das Konzert auf der Gartenschau

LAHR. Zu einem Feuerwerk gehört meist Musik. Aber eine Pyroshow, die ein Orchester auf der Bühne begleitet? Das ist auch für Jonathan Kees und das Team von MK Pyrodesign eine Herausforderung. Das Ergebnis gibt es heute Abend im Seepark der Landesgartenschau zu sehen. Und was würde da besser passen als Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik.

Für Jonathan Kees gibt es keine Generalprobe. Die Sinfonietta der Musikschule hat diese am Dienstag absolviert. Die Pyrotechniker können das Pulver nicht vorher verschießen. "Zusammen mit einem Orchester haben wir das noch nie gemacht", sagt er. Dass es kein gewöhnlicher Auftritt wird, zeigen bereits die Vorarbeiten.

 

Jonathan Kees von MK Eventdesign GmbH
Jonathan Kees von MK Eventdesign GmbH

Kees steht auf dem Rasen im Seepark, blickt nach links. Dort wurde extra eine Bühne für die Musiker aufgebaut. "Wir holen das Orchester nach vorn." Vor die große Bühne, wo sonst für die Zuhörer bestuhlt wird. Die werden am Samstag auf dem Rasen stehen, damit sie auch die Show am Himmel verfolgen können. Er blickt nach rechts, auf die Fläche zwischen Bühne und See. Dort wird das Feuerwerk platziert.

"Keiner soll dem anderen die Show stehlen", sagt Kees. "Die Balance muss stimmen." Auf eine besondere Lichtshow auf der Bühne wird verzichtet. "Wir wollen die Musik mit Bildern am Himmel spiegeln." Bei ruhigen Teilen im Musikstück reichen dezente Bodeneffekte. Steigt die Dynamik, dann steigen auch die Feuerwerkskörper höher. Wie und wann diese in die Luft gehen, ist vorher einprogrammiert worden. Normalerweise kommt die Musik dazu vom Band. "Dann drückt man auf Start und das läuft."

Ganz so einfach ist es am Samstag nicht. "Wir arbeiten diesmal halbautomatisch", sagt Kees. "Wir können auf das Orchester reagieren." Durch Knopfdrücken während des Konzerts. Ein Musikschullehrer wird das vierköpfige Team dabei begleiten, die Partitur im Blick haben. Bei der Orchesterprobe vorige Woche wurde das Stück aufgezeichnet, die Programmierung angepasst. Am Samstag um 12 Uhr wird das Feuerwerk aufgebaut, um 17 Uhr gibt es noch eine "Trockenprobe".

Das Feuerwerk funktioniert ohne Feuerzeug, wird komplett vom Rechner gesteuert. Der Pyrotechniker unterteilt es in drei Ebenen. Vorn die Bodeneffekte, bengalische Lichter oder Vulkane. In der Mitte das "klassische Silvesterfeuerwerk" bis 40 Meter Höhe. Hinten das Highlight: Pyrotechnik im Großformat, die nur mit Lizenz gekauft werden darf und knapp 200 Meter Höhe erreicht. Fast ebenso viel Sicherheitsabstand ist dann notwendig. Kees spricht von 300 Zündungen in 20 Minuten. "Ein großer Aufwand." Die dunklen Wolken am Freitag treiben ihm keine Sorgenfalten auf die Stirn. "Wir sind wetterunabhängig." Probleme gebe es allerhöchstens bei Waldbrandgefahr oder sehr starken Windböen.

Kees, staatlich geprüfter Pyrotechniker, freut sich auf das Heimspiel. Denn der Lahrer, Jahrgang 1989, ist als studierter Landschaftsarchitekt Teil der Landesgartenschau GmbH. Der nächste Auftrag steht bereits: das Feuerwerk zum Abschluss der Landesgartenschau. "Dann wollen wir mit Spiegelungen im See arbeiten."

"Music, Fire and Lights" beginnt heute um 20 Uhr im Seepark mit der Sinfonietta der Städtischen Musikschule. Um 20.30 Uhr folgt die "Feuerwerksmusik" von Georg Friedrich Händel plus Feuerwerk. Anschließend hat die illuminierte Riesenpuppe Dundu von Tobias Husemann ihren Auftritt. Zum Abschluss spielt bis 23 Uhr die Band Ultimo auf der E-Werk-Bühne im Seepark.


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